Musik „umsonst und draußen“ bringt den Schwung der Biennale in die Stadtteile.

Biennale.Miteinander. Das ist 2017 das Motto der Biennale, die sich unter anderem zum Ziel gesetzt hat, die Menschen in Sindelfingen noch stärker zusammen zu bringen. Dazu gehört neben unterschiedlichen Kulturen und Religionen auch die Identifikation der verschiedenen Teilorte und Stadtteile mit der „Kernstadt“. Diesen Gedanken verfolgte das Kuratorium weiter, und so kam der der Wunsch auf, während der Biennale doch mal „rauszugehen“ erzählt Markus Nau, Sindelfinger Stadtmusikdirektor und einer der Projektleiter der Biennale 2017.

Verschiedene Überlegungen wurden angestellt, was die Lage, die Spielstätten und die Bevölkerungsstruktur angeht. Welche Locations kommen in Frage? Klar war, dass es bei der Biennale unbedingt ein Gastspiel in den Teilorten Maichingen und Darmsheim geben sollte. Danach kamen dann mit dem Goldberg und dem Eichholz zwei weitere Stadtteile dazu, sodass die Biennale sozusagen in alle Himmelsrichtungen wirken kann. Das Konzept ist einfach: Eine Musikgruppe, ein Ort: Was bringt Menschen schon leichter zusammen als fröhliche Musik?

Die Biennale hat sich dazu verschiedene Kooperationspartner gesucht: Auf dem Goldberg ist das die ev. Versöhnungskirche, die in diesem Jahr 50 Jahre alt wird. Dort wird die MVS Big-Band unter der Leitung von Jörg Gebhard auftreten. In Darmsheim spielt die Stadkapelle Sindelfingen, der Partner dort ist die kath. Stephanusgemeinde. Im Eichholz wird der Musikverein Darmsheim in der Arena in der Watzmannstraße antreten, laut Markus Nau eine „ausgesprochen nette Bühne, die viel zu wenig bespielt wird.“ Kooperationspartner ist hier die Quartiersarbeit, die ein Weißwurstfrühstück organisieren will. In Maichingen wird wiederum die Stadtkapelle gastieren und vor dem Bürgerhaus „umsonst und draußen“ ein Platzkonzert anbieten.

Text: Marie Fritsche; Bilder / Video: Marc Hugger